Neurofeedback

Was ist Neurofeedback?

EEG-Neurofeedback wurde in den USA entwickelt und ist dort schon seit mehreren Jahren im Einsatz. Mit Hilfe dieser Methode können Vorgänge im Gehirn für den Patienten erlebbar gemacht werden. Innerhalb des Gehirns werden minimale elektrische Impulse gesendet, um dem Körper „Anweisungen“ zu geben.

Beim Neurofeedback nach Othmer werden mit Hilfe von 5 Elektroden diese Impulse gemessen und dann in akustische, visuelle und taktile Reize umgerechnet. Es werden für den Menschen nicht wahrnehmbare Gehirnaktivitäten in verständliche, erlebbare Signale umgesetzt.

Vor dem Beginn des Neurofeedback Trainings wird ein ausfühliches Gespräch mit dem Patienten und/ oder dessen Eltern, über die momentanen Beschwerden und die zu erwartenden Verbesserungen geführt. Die Symptome sind die Grundlage für die Platzierung der Elektroden. Danach wird ein Feedback für den Bildschirm gewählt, dann kann das Training beginnen.

Der Patient sitzt ganz entspannt in einem Sessel, die Elektroden werden mit einer Paste am Kopf befestigt. Dies ist schmerzlos und es wird keinerlei Strom oder Spannung in das Gehirn eingebracht. Diese Elektroden sind mit der entsprechenden Software verknüpft, welche das Feedback meist  anhand einer computerähnlichen Animation oder eines Films übermittelt. Arbeitet das Gehirn nicht in der gewünschten Art und Weise, wird zum Beispiel das Bild auf dem Monitor verpixelt, kleiner oder farblos. Zugleich wird die Musik entsprechend leiser, lauter, schneller oder langsamer bzw bewegt sich das Auto, der Jetski in der Simulation anders. Die Patienten sehen sozusagen ihr Gehirn arbeiten. Bei jeder Trainingssitzung vertieft das Gehirn sein neues Verhalten und nach und nach verankert es sich auch im Alltag.                                                                    Das Gehirn lernt sich selbst zu regulieren.

 

 

Für wen ist Neurofeedback geeignet?

Grundsätzlich für alle Menschen. Besonders geeignet ist das Training der Therapie von Aufmerksamkeitsstörungen (ADS / ADHS) bei Kindern und Erwachsenen, Autismus, Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen, sowie Angstörungen oder Depressionen. Auch kann Neurofeedback Symptome physischer und emotionaler Probleme, wie Migräne, Schlafstörungen oder posttraumatischer Belastungsstörung lindern.

Keinesfalls kann Neurofeedback als Allheilmittel zu sehen sein und kann eine Medikation nicht unbedingt ersetzen. Daher ist es wichtig, dass Patienten mit ihrem Arzt  über die Neurofeedbackbehandlung sprechen.

Wie lange dauert ein Training?

Grundsätzlich dauert eine Trainingseinheit 60 MInuten.

Bis zu den ersten spürbaren Verbesserungen kann es bis zu 5 Trainingseinheiten dauern. Sinnvoll sind mindestens 40 Einheiten, für eine gute Verankerung in den Alltag ist die Anzahl der Einheiten abhängig  von den jeweiligen Smptomen. Trainiert wird zu Beginn bis zu 2 mal wöchentlich und später einmal in der Woche.

Es ist auch möglich ein Intensivtraining durchzuführen. Hierbei wird über einen Zeitraum von 14 Tagen, mit Außnahme des Wochenendes, 3 mal täglich im Abstand von 3 Stunden jeweils 60 Minuten trainiert.

Kostenübernahme

Das Neurofeedback wird im Rahmen der Ergotherapie durchgeführt und somit von den gesetzlichen bzw. privaten Krankenkassen übernommen.

 

Neurofeedback bei Autismus

 

Neurofeedback bei ADHS